Die Suche nach der “wahren Kunst –(form)” 
und den Parallelen zum Leben 

 

Der Anfang: Rennen, sie wirft sich auf den
Boden, Hektik, Suche, Verzweiflung. 

Auf der ewigen Suche bleibt sie stehen und 
singt: Das Leben ist eigentlich nur  Illusion. Die 
F
üße wie an den Boden genagelt, bewegen sich 
die Arme, um die „bösen Geister“ zu vertreiben. 
Dann kommt sie zur Ruhe - beginnt eine 
Meditation.
Nicht nur hektisch zu handeln will sie, 
sondern sich in den vermeintlichen Strom stellen 
und nicht reagieren müssen. Nach einer Zeit 
erwacht sie und dirigiert einen neuen Rhythmus: 
sie hüpft und tanzt und singt. Sie fordert auf 
mitzugehen, in eine andere, aufregende Welt.  
Bis zur Erschöpfung tanzt sie. Bis eine Stimme 
wieder sagt: Relax, komme herunter. 

Die Umwelt wird zum Garten. Am Boden 
liegt s
ie. Aus dem Raum tönt eine Stimme: 
Laufen, im
mer weiter gehen, in den Wald und in 
das Feld….. . Sie bleibt aber liegen und rührt sich 
nicht.  

Ein hölzerner Mann wird hereingetragen. Sie 
zieht sich an ihn heran. Sie wird die 
Empfangende, Gebärende, die, die ihr Kind in 
den Händen hält. Nach einer spielerischen 
Kindheit bahnt
sich die Abnabelung an: Leise 
Töne zuerst, die dann aber in
das Mezzoforte der 
Eigenständigkeit führen. Dramatisch verläuft der 
weitere Weg, voll von Spannungen und Kämpfen. 
Dann siegt der Tod. Sie liegt am Fuße des 
Kindes, losgelöst un
d doch wieder verbunden. 

Nun erhebt sie die Stimme: Schmerzen zu 
Beginn und am Ende. Wurdest du  überhaupt 
gefragt, wolltest du dieses Leben, diese 
Umstände, diesen Weg? Wie in einer Art 
Selbstanklage verlangt sie von sich, für den 
Weltschme
rz zu beten, die Welt zu retten. Retten 
aus diesem Karussell, in welch
es sie sich selbst 
gesetzt  hatte. 

Wieder diese Aufforderung: Sie läuft und 
läuft und klatscht mit ihren Händen an ein Tor. 
Dem Tor der Geschlechter.  Findet sie hier Halt?

Aber auch dort ist alles nur Wiederholung, alles 
nur ein Tanz. Es ist geprägt von den oftmals 
gleichen Spielchen: Anziehung und Abstoßung, 
wie in einer Kette aneinandergereiht, immer 
schneller werdend. 

Sie singt von schönen grünen Augen, die 
sie bezaubern. Ein Lächeln, welches das Herz 
erbeben lä
sst. Aber schon kommen im Rap die 
S
chwierigkeiten zu Tage. Zwei Welten 
aufeinander, die sich nie treffen werden. Es bleibt 
nur der Blick auf das eigene Blümchen, das hätte 
so groß werden können. 

Aus dem Off taucht ein übergroßer Mund auf: Er 
fragt und fragt:
und verliert sich 
dann in Geplapper. Die Hand versucht 
mitzusprechen, kommt aber mit dem Geplapper 
nicht mit. 

Es endet in einem Wiegenlied. Sie schwebt wie ein Engel, 
wie eine Fee durch den Raum und zeigt uns: Es ist alles 
nur eine Illusion. Wir sind wieder versöhnt mit unserer 
Welt.